»Usbekischer Frühling« – Märchenhafte Kulturschätze, wilde Tulpen und mehr – 13. bis 29. April 2019

Achtung, Baustelle! — Heute noch in Bearbeitung, morgen fertig. — Tour findet statt vom 13. bis 29.4.

Normalerweise ist Usbekistan mit der klassischen Route Taschkent – Samarkand – Buchara – Chiwa – Urgentsch – Taschkent im Angebot. „Märchen aus 1001 Nacht“ – so wird sie oft betitelt. Dabei wird leicht übersehen, dass Usbekistan auch wunderbare Naturerlebnisse zu bieten hat.

Diese Tour für Pflanzenfreunde mit Interesse an Natur, Kultur, Land & Leuten möchten wir 2019 zum dritten Mal anbieten. Noch bevor die großen Touristenmassen sich ab Mai über den usbekischen Teil der legendären Seidenstraße ergießen, sind wir schon da und genießen in aller Stille ein Highlight, das den anderen vorenthalten bleibt: Die im April explosionsartig erwachsende Flora in Wüste, Halbwüste, Mittel- und Hochgebirge. Wir sind zu Besuch in privaten Gästehäusern freundlicher Familien im entlegenen Nuratau-Gebirge und in Jurten in der Wüste Kyzylkum, fahren zum usbekischen Meer, dem riesigen Aidarkul in der Wüste Kyzylkum, versuchen hier, auf Kamelen zu reiten, bestaunen Blütenteppiche neben schmelzenden Schneefeldern in den westlichen Ausläufern des riesigen Tienschan-Gebirges. Und natürlich werden wir auch die Perlen an der Seidenstraße nicht links liegen lassen: Je anderthalb Tage begeben wir uns ins geschäftige Getümmel der geschichtsträchtigen Städte Chiwa, Buchara und Samarkand. Auch wir haben also unser „Märchen aus 1001 Nacht“.

Summa summarum: Eine traumhafte Naturrundreise mit kulturhistorischen „Rosinen“ im bevölkerungsreichsten Land Zentralasiens.


Impressionen


Reiseverlauf

13.4. Abflug aus Frankfurt (11:40 Uhr) – Ankunft in Urgench  (20:15 Uhr), Transfer nach Chiwa ins ***Hotel. Usbekische Teestunde zur Begrüßung.
14.4. Kleinod in der Wüste Karakum: Chiwa
Wir schwelgen den ganzen Tag in einer Atmosphäre aus 1001 Nacht, denn wir sind zu Fuß in Chiwa unterwegs. Die Stadt, UNESCO-Weltkulturerbe, ist nicht groß, aber es gibt viel zu sehen. Abendessen und Übernachtung im *** Hotel in der Altstadt.
15.4 Geheimnisse der Schwarzen Wüste
Heute begeben wir uns auf eine Zeitreise ins frühe Mittelalter, in die vorislamische Zeit, als in Choresmien, eine (wie man heute sagen würde) multikulturelle Hochkultur blühte. Zoroastrismus, Buddhismus, nestorganisches Christentum und Naturreligionen waren wohlgelitten, die Seidenstraße mit Handel und Austausch befand sich im Aufschwung. Ruinen von Wüstenstädten in der Karakum zeugen davon. Auch den Ausbruch des Frühlings in der Wüste werden wir erleben.
16.4. Fahrt durch die Wüste nach Buchara / Erste Bekanntschaft mit der Stadt
Den halben Tag werden wir schauend im Bus verbringen. Die Straße von Chiwa nach Buchara ist neu, aber 240 Kilometer liegen zwischen den beiden Orten, außerdem werden wir sicher hier und da anhalten wollen. Mittagessen unterwegs, Ankunft nachmittags. Wir werden in einem kleinen Hotel in der autofreien Altstadt untergebracht und können den Nachmittag schlendernd verbringen, zum Beispiel mit einem Spaziergang zum benachbarten Ensemble Ljabi Hauz (Medrese und Chonako Diwan-begi, Medrese Kukaldasch, 16./17. Jhd.). Abendessen in einem typisch bucharischen Haus mit Dachterrasse und Blick über die Bilderbuch-Stadt.
17.4. Perle des Orients: Buchara
Der heutige Tag wird uns mit seinen Eindrücken überwältigen. Mit einem erfahrenen Guide erkunden wir morgens zu Fuß Buchara und nachmittags mit dem Bus seine Umgebung.

Wir beginnen mit dem Mausoleum Ismail Samani (9. Jhd.), gehen dann von der Festung Ark (17.-19. Jhd.), zum legendären Ensemble Poi Kalon (Minarett Kalon, Medrese Miri-Arab, 12.-16. Jhd.), schlendern durch die überkuppelten Handels- und Handwerkerkomplexe Telpakfuruschon, Zargaron, Sarrafon (15./16. Jhd.). Nachmittags fahren wir zum Komplex des Sufi-Ordens Bahauddin Nakschbandi (16. Jhd.), einem in ganz Usbekistan beliebten Pilgerort, Ausklingen lassen wir den Tag im schönen Palast und Garten der Sommerresidenz des Emirs von Buchara, Sitora-i Mochi Choza.

18.4. Buchara – Nurata – Jurtencamp am See Aidarkul in der Wüste Kyzylkum (ca. 250 km) / Exkursion durch die Umgebung des Camps
Heute erleben wir sehr verschiedene Landschaftsformen: Sandwüste, die ariden Mittelgebirge Aktau, Karatau, Nuratau, den Aidarkul – einer der größten Seen Zentralasiens, ergo verschiedene Ökosysteme mit verschiedensten Wüsten- und Gebirgspflanzen, sogar Saxaulwälder haben sich hier erhalten.Wir verlassen Buchara am Morgen. Unterwegs besichtigen wir die Ruinen der Karawanserei Rabat-Malik. Auf der Chaussee Р-57 überqueren wir den Rücken der Karatau-Berge auf dem Pass  Kara-Karga (ca. 800 m ü.d.M.). Botanischer Stopp hier oder kurz vor dem Pass.

In der kleinen Stadt Nurata können wir die Moschee Tschil Ustun, die Grabstätte Hur-Ata und die heilige Quelle Tschaschma besichtigen. Mittagessen hier.Von Nuratau folgen wir wieder der Р-57 entlang des Nuratau-Bergrückens und gelangen zum See Aidarkul, der im südöstlichen Teil der Wüste Kyzylkum liegt. Unterwegs werden wir einige botanische Stopps machen. Am frühen Nachmittag beziehen wir unser Jurtencamp.

Bis zum Abendessen können wir zu Fuß oder per Kamel die Umgebung erkunden: Die Sandwüste und das Ufer des Sees. Außer den ersten Frühblühern können auch Vertreter der Wüstenfauna gesichtet werden.

19.4. Jurtencamp – Nuratau-Gebirge, Gästehaus im Kischlak Chayat (120 km)
Frühstück im Camp, dann ca. 3-4 h Fahrt zum Nuratau-Gebirge.
Das Nuratau ist ein Ort für Liebhaber von Öko- und Landtourismus. Mit einer maximalen Höhe von 2169 m ü.d.M.  ist es ein Mittelgebirge am Nordwestrand des Pamir-Alai-Systems und befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Kyzylkum, weit weg von dichtbesiedelten Gebieten. Der Gebirgsrücken ist stark gegliedert. Das Landschaftsmosaik besteht aus flachen Ausläufern und steilen Steinhängen, Felsenkämmen und Geröll. Die Flora des Nuratau umfasst ca. 1100 Arten, die Pflanzendecke ist außerordentlich bunt. Das Gebirge ist eine der drei Gegenden Usbekistans, wo sich Relikt-Nuss-/Obstwälder erhalten haben, die sich als schmale Bänder in den Tälern («say») der Bergflüsse entlangziehen (sog. Galeriewälder oder Berg-Tugai). Das sind einzigartige « Gartenwälder » aus Walnuss sowie Wildobst- bzw. verwilderten Arten – Siewers-Apfel, Aprikose, Maulbeere, Birne u.a.Unser Gästehaus liegt im Bergdorf Chayat im Tal Chayatsay, im Zentralen Nuratau, unweit vom Staatlichen Naturschutzgebiet Nuratau. Über dem Tal ist der Gipfel Chayat-Baschi zu sehen, mit 2169 Metern der höchste Punkt des Nuratau. Unweit vom Gästehaus gibt es eine Aufzuchtstation des Schutzgebietes für die vom Aussterben bedrohten Severzov- oder Kyzylkum-Bergschafe (Ovis ammons sp. severtzovi), wo die Tiere unter fast natürlichen Bedingungen aufgezogen werden. Fremde dürfen weder die Station noch das Schutzgebiet betreten, aber mit dem Fernglas können die Tiere gut beobachtet werden, auch Fotografieren vom benachbarten Hang ist möglich.Nach dem Mittagessen im Gästehaus unternehmen wir auf 950-1200 m Höhe eine 7 km lange, einfache Wanderung im Tal Chayatsay, um die Landschaft, Flora und Fauna des Gebietes kennenzulernen.
20.4. Exkursion im Nuratau-Gebirge
Nach dem Frühstück im Gästehaus brechen wir zu einer Wanderung über einen niedrigen Pass ins Nachbardorf Uchum und ins Tyktschasay-Tal auf. Wir legen dabei 12 km zurück und bewegen uns auf einer Höhe von 950-1200 m ü.d.M. Uchum ist eines der ältesten Bergdörfer im Nuratau, hier wohnen Tadschiken. Die alte tadschikische Bauweise, bei der Wohnhäuser. Wirtschaftsgebäude und Stallungen mit flachen Erddächern sich terrassenförmig die steilen Hänge hochziehen, hat sich hier noch teilweise erhalten. Alle Häuser sind aus Naturstein und Lehm gebaut. Rings um das Dorf und unten im Tyktschasay-Tal sind noch die Ruinen der alten Häuser und Bewässerungssysteme zu sehen, und über allem erhebt sich der malerische und felsige Kamm des Bergs Parrandas (1900 m). Dieser schwer zu besteigende Gipfel kann als Visitenkarte des Gebietes gelten. Hier brüten Gänsegeier, Bartgeier und Steinadler. Natur- und Kulturlandschaft bilden am Flüsschen Tyktschasay ein harmonisches Ganzes. Im Frühjahr zur Mandelblüte ist es hier besonders schön. Außerdem wachsen an den steilen, steinigen Hängen Heckenrose, Geißblatt und viele schön blühende Staudengewächse. Erhalten haben sich wilde Nuss-/Obstwälder. Die schönste Sehenswürdigkeit des Nuratau im April sind die blühenden Wildtulpen. Vier Kilometer vom Dorf entfernt können wir das Heiligtum Eschon-Bobo finden, ein Mausoleum für einen muslimischen Heiligen, umgeben von einer schönen Schiefermauer. 300 Meter weiter gibt es in einem Seitental bronzezeitliche Petroglyphen, die Bergschafe, Hirsche, Pferde und Jagdszenen zeigen. Zum Mittagessen kehren wir ins Gästehaus zurück. Danach Ausflug mit dem Auto ins Nachbardorf Madzherum (20 km), wo es einen zweitausendjährigen Morgenländischen Lebensbaum mit einem Durchmesser von 8 Metern zu bewundern gibt. Nebenan befinden sich die Ruinen eines alten Dorfes und einer Moschee sowie eine Wassermühle, die nach alter Technologie funktioniert. Rückkehr ins Gästehaus. Abendessen.
21.4. Gästehaus im Nuratau-Gebirge – Samarkand (220 km)
Nach dem Frühstück im Gästehaus folgen wir der Р-36 nach Dzhizak und weiter entlang der Karatau-Berge auf einer Höhe von ca. 450 m, durch das „Tor Tamerlans“ nach Samarkand.  Unterwegs halten wir an, um die Flora der Karatau-Verberge bewundern.

Auf dem Weg nach Samarkand besuchen wir den Komplex Al-Buchari. Wahlweise können wir die Zeit auch nutzen, um am späten Nachmittag schon das legendäre Samarkand zu erkunden

22.4. Sagenhaftes Samarkand
Wir werden den ganzen Tag in der wohl bekanntesten Stadt an der Seidenstraße verbringen und uns vor allem die Bauwerke aus der Timuriden-Zeit ansehen: Besuch des Mausoleums Gur Emir (14./15. Jhd.), des berühmten Registan-Platzes (15./16. Jhd.), des Observatoriums von Ulugbek (15. Jhd.), der Gräberstadt von Schahi-Zinda (11.-16. Jhd.), der Moschee Bibihanum (14./15. Jhd.). Im Museum Afrosiab erfahren wir mehr über die Vorgeschichte einer der ältesten Städte der Erde, Afrosiab – Marakanda.
23.4. Samarkand – Pass Tachtakaratscha
Der Pass Tachtakaratscha (1627 m) befindet sich im westlichen Zerafschan-Gebirge, einer malerischen Gegend mit wunderlichen Granitfelsen und lichten Wacholderwäldern, die Hänge sind bedeckt mit einer vielfältigen Flora, darunter auch seltene und endemische Pflanzen wie Tulipa fosteriana und Iris magnifica. Wir werden ca. sechs Kilometer den Zerafschan-Gebirgskamm und die Hänge entlanggehen und zahlreiche einzigartige Pflanzen vorfinden.

Unser Mittagessen nehmen wir in der Tschaikhona «Ming Tschinor» hinter dem Pass ein. Am Nachmittag Rückkehr nach Samarkand und Fahrt mit dem Abendzug «Afrosiab» nach Taschkent, ÜN hier im ****Hotel.

24.4. Taschkent – Touristenherberge Jangiabad (120 km)
Wir verlassen die Hauptstadt nach Osten. Der Skiort Jangiabad liegt im malerischen Tal des wilden Flüsschens Dukentsay, einem Nebenfluss des Achangaran, auf einer Höhe von 1480 Metern ü.d.M. An den steilen Felshängen und unten im Tal wachsen viele seltene Arten, auch endemische, die nur im Achangaran-Becken vorkommen, wie die Tulipa vvedenskyi. Nach dem Mittagessen werden wir dieses Tal zu Fuß erkunden, uns erwarten eine leichte Wanderung über 6 Kilometer auf einer Höhe von 1480-1650 Meter. Auch am nächsten Morgen haben wir noch Zeit für einen Spaziergang.
25.4. Touristenherberge Jangiabad – Tschimgan
Nach dem Frühstück vier Kilometer Wanderung hangaufwärts im Dukentsay-Tal, in der Nähe unserer Herberge, maximale Höhe 1800 Meter.
Gegen 11:00 fahren wir ab, vorbei an blühenden Mohnfeldern in Richtung Tschimgan, hier beziehen wir unsere Zimmer im Hotel Tscharos oder Avenue Park und essen zu Mittag. Es folgt eine Exkursion zum Aksay-Tal, der zentralen « Auslage » des Großen Tschimgan. Wir legen ca. sechs Kilometer auf einer Höhe von 1600-1900 Meter zurück, die Wanderung ist nicht schwer. Ggf. können wir mit der Seilbahn nach oben fahren. Im unteren und mittleren Teil ist das Tal breit, der Anstieg sanft. Dann wird es steiler und enger, große Steinplatten versperren den Weg. Mitte April gibt es hier noch große Schneeflächen, das Schmelzwasser kommt gurgelnd aus ihnen hervor und fräst Tunnel in den Schnee. Auf den bereits schneefreien Flächen bietet sich uns der Anblick eines Blumenteppichs : Tulpen, Krokusse, Gagea und andere Frühblüher erfreuen das Auge.
26.4. Exkursion nach Aksarsay
Wir fahren rund um den Stausee Tscharvak, durch die Dörfer Britschmullah, Bogistan, Nanay,  dann am Fluss Aksarsay entlang, der hinter der Brücke in den Pskem mündet. Höhe : 950-1400 m ü.d.M.

Im Tal des Aksarsay sind wiederum Reste von Nuss-/Wildobstwäldern erhalten, einige der Bäume sind sehr alt und sehr stämmig. Es gibt Wäldchen aus Tienschan-Birken und ein Blumenmeer. Abends Rückkehr nach Tschimgan.

27.4. Tschimgan – Taschkent
Vor dem Mittagessen Exkursion im Tal Beldersay. Auffahrt mit der Seilbahn, Abstieg zu Fuß entlang der Skipisten, ca. 3 km. Höhe: 1600-2000 m ü.d.M. An den Resten der Schneefelder finden wir nochmals eine ganz andere Pflanzenwelt. Am späten Nachmittag Rückkehr nach Taschkent. Freizeit, Abendessen. ÜN im ****Hotel Shodlik Palace
28.4. Die Hauptstadt zum Schluss: Ein Tag in Taschkent 
Wir nehmen uns Zeit, um das historische und das moderne Taschkent kennenzulernen, mit Medresen & Moscheen, Märkten & Museen. Zeitiges Abschiedsabendessen und kurze Nachtruhe im ****Hotel Shodlik Palace.
29.4. Nachts um 3:00 Transfer zum Flughafen. 5:45 Abflug nach Frankfurt. Ankunft 9:40.

Reisedetails

Leistungen:

  • Gesamtes Programm wie beschrieben mit allen Transfers und Eintritten
  • Alle Übernachtungen wie beschrieben (Hotels: DZ / Gästehäuser: 2-3 Personen / Jurten: 2-4 Personen)
  • Vollpension (3 reichliche Mahlzeiten, ausreichend Tee und Wasser)
  • Usbekischer Guide sowie deutsche Reiseleitung durch Dagmar Schreiber, 24 Jahre Mittelasienerfahrung
  • Botanischer Fachguide
  • Flugbuchung und Visabeschaffung

 Preis in Euro*:

  • 8 Personen:    ca. 2100 (2350 im EZ)
  • 10 Personen:  ca. 2000 (2250 im EZ)
  • 12 Personen   ca. 1900 ( 2150 im EZ)
  • * Achtung: Falls der Eurokurs unter den Dollar fallen sollte, muss nachkalkuliert werden.

Nicht im Preis enthalten:

  • Internationaler Flug Frankfurt – Urgench / Taschkent – Frankfurt Europa (bei rechtzeitiger Buchung 650 Euro bei Uzbekistan Airways)
  • Visum für Usbekistan – ja nach Beantragungsort 30 Euro
  • Getränke außer den oben genannten
  • Taschengeld, Trinkgelder
  • EZ-Zuschlag: ca. 250 €

Restplätze: 7 (Stand 12. November 2018)

Um Anmeldung wird gebeten bis 31. Januar 2019.


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