»Die Perle des Tienschan« – 22. Juli bis 5. August 2017

Wandern oder Reiten auf Nomadenwegen in den Bergen am Südufer des kirgisischen Meeres, des legendären Hochgebirgssees Issyk-Kul. Eine Packpferdkarawane sorgt für zusätzliches Flair.

© Dagmar Schreiber
© ds, Im Djuuka-Tal

Solche Touren sind im dichtbesiedelten Europa unmöglich. Sie werden zehn Tage durch die Natur wandern oder reiten und dabei nur eine Asphaltstraße kreuzen. Die einzigen Menschen, die Ihnen begegnen werden, führen hier oben in den Bergen des Tienschan ein Dasein fast wie ihre Vorfahren vor 1000 Jahren.

Sie leben, umgeben von ihren Herden und grandioser Natur, in Filzjurten, backen ihr Brot selbst, reiten zur Arbeit – dem Viehhüten – und melken ihre Stuten, um daraus ein berauschendes Getränk herzustellen, welches Sie garantiert angeboten bekommen.

Schon nach einem Tag in diesen Bergen werden Sie ihren Arbeitsalltag komplett vergessen haben. Wer sich seine kindliche Abenteurerseele erhalten hat, kommt hier voll auf seine Kosten: Nachmittags werden an einem Fluss oder See die Zelte aufgebaut, danach kann man mit einem erhebenden Gefühl den Blick über den über 1000 Meter tiefer gelegenen azurblauen Issyk-Kul oder die benachbarten Gletscher schweifen lassen, den Pferden beim Grasen oder übermütigen Herumtollen zusehen, sich ein bisschen wie ein Entdeckungsreisender fühlen und sich dabei schon auf´s Abendessen freuen, welches im Küchenzelt vor sich hinbrutzelt.

Nach dem üppigen Mahl sitzen alle palavernd im Esszelt zusammen und kommen sich in den zehn Tagen wahrscheinlich so nah, dass sie im nächsten Jahr wieder zusammen auf Tour gehen wollen. Und Sie werden schlafen wie ein Baby nach 15-25 Kilometern Wanderung oder Ritt, und am nächsten Morgen voller Neugier auf die neue Etappe gehen, um zu erfahren, welche Aussicht sich hinter dem nächsten Pass verbirgt.

Die Tour ist technisch einfach. Man sollte bei guter Gesundheit sein, um 6 bis 10 Stunden Laufen oder Reiten pro Tag auf Höhen zwischen 1700 und 4000 Metern zu verkraften.

Die zehntägige Wandertour wird umrahmt von zwei Tagen am Ufer des Issyk-Kul, wo wir baden und die abwechslungsreiche Umgebung erkunden können.


Reiseimpressionen


Reiseverlauf

22.7. Abflugtag
Abflug aus Deutschland. Ich empfehle Pegasus Airlines zum unschlagbaren Preis von 400-450 Euro bei rechtzeitiger Buchung. Pegasus fliegt von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Die Gruppe würde sich in diesem Fall in Istanbul bzw. in Bischkek auf dem Flughafen treffen.
23.7. Ankunft in Bischkek
Nachts Ankunft in Bischkek. Abholung und Transfer zum **Hotel oder Gästehaus. Ausschlafen. Nach dem späten Frühstück/frühen Mittagessen Stadtrundfahrt mit anschließendem gemeinsamen Abendessen.
24.7. Bischkek – Tamga (350 km)
Nach dem Frühstück fahren wir ab in Richtung Osten, um nach ca. 3 Stunden den Westzipfel des riesigen Issyk-Kul und nach weiteren 2-3 Stunden unser Ziel Tamga zu erreichen, einen kleinen netten Ort auf 1685 m Höhe, zwischen See und Gebirge und mit zauberhaftem Blick auf beides. Hier werden wir in einem sympathischen Gästehaus mit Garten und Sitzecken im Grünen untergebracht (2- und 3-Bettzimmer.) Freizeit, Abendessen.
25.7. Tamga – Strand und kleiner Ausflug
Vor der eigentlichen Tour haben wir einen Tag Zeit für die Akklimatisierung. Wir können ihn mit Baden und einem kleinen Ausflug zu den bizarren bunten Lehmbergen von Skazka („Märchen“) verbringen. Wir packen unsere Sachen für die Tour. Alles, was wir beim Wandern oder Reiten nicht brauchen, können wir im Gästehaus zurücklassen.
26.7. Tamga – Tamga Tasch – Tschegedek-Tal 
Unsere Begleitmannschaft trifft im Gästehaus ein. Wir frühstücken um 8 Uhr und werden anschließend mit dem Gepäck zum Startpunkt der Tour im Tamga-Tal gefahren. Verladen des Gepäcks auf die Packpferde, Aufsatteln und los. Die Wanderer und Reiter gehen die gleiche Strecke. Der heutige Abschnitt ist einfach und zum Akklimatisieren gut geeignet. Wir gehen das Tamga-Tal aufwärts und machen eine kleine Pause an den Steinen mit tibetischen Mantra-Sprüchen aus dem 10./11. Jahrhundert. Nach einer Flussquerung erreichen wir den Waldgürtel im Tschegedek-Tal. Wir steigen im Nadelwald weiter nach oben und schlagen unser Lager am Waldrand in ca. 2550 Meter Höhe auf.Strecke 13-15 km, Gehzeit 6 h, Höhenunterschied +850 m
27.7. Tschegedek-Tal – Korool Djobo
Eine lange moderate Steigung mit häufigen Auf und Ab führt uns auf´s Plateau Altyn Kungey. Ein wunderbarer Ausblick auf den Issyk-Kul und – bei klarer Luft – auf die gegenüberliegende, 100 km entfernte Bergkette des Kungey-Alatoo wird uns die Anstrengungen vergessen lassen. Nach dem Überschreiben das einfachen Passes Altyn Kungey (3270 m) erreichen wir das Nachbarplateau Teekaryn. Wir durchqueren zwei Flüsse – ja nach Wasserstand zu Pferd oder zu Fuß (Trekkingsandalen sind angebracht). Am Fuß des großen Hügels Korool-Dyobo schlagen wir unser Camp auf. Die Zelte stehen wie auf einem Balkon über der breitesten Stelle des Issyk-Kul, und die Aussicht auf den Sonnenuntergang werden Sie gewiss nie vergessen.Strecke 15 km, Gehzeit 7 h, Höhenunterschied +750 m, -200 m
28.7. Korool Djobo – Tosor-Pass – See Tschunkur-Köl
Heute bewältigen wir eine lange, aber einfache Strecke. Morgens steigen wir vom Plateau am Tosor Fluss entlang auf, bis wir den 3893 m hoch gelegenen Tosor-Pass erreicht haben. Eine richtige hochalpine Landschaft aus Geröllhängen und kleinen Gletschern säumt unseren Weg. Das Bild ändert sich hinter dem Pass: Wir blicken in ein riesiges grünes Flusstal und auf sanft geschwungene schneebedeckte Berge – und werden fast magisch nach unten gezogen. Unser Ziel, der See Tschunkur Köl, ist von weitem schon zu sehen, allerdings müssen wir noch anderthalb bis zwei Stunden zu ihm laufen. Wir folgen dabei dem Fluss Utschimtschek. Das Camp schlagen wir am Ufer des Sees auf, Höhe: 3673 m. Baden ist möglich in den zahlreichen kleinen Wiesenflüsschen – aber das Wasser ist sehr frisch.Strecke 22 km, Gehzeit 8-10 h, Höhenunterschied +800 m, -300 m
29.7. Ausruhen am See Tschunkur-Köl
Wir bleiben am See, erholen uns oder erkunden die Umgebung. Man kann zum Tamga-Pass laufen oder den „Hausberg“ zu besteigen versuchen.
30.7. Tschunkur-Köl – Schlucht Kerege-Tasch – Barskoon-Tal
Wir umrunden den See halb und laufen, dem Fluss folgend, über saftige Wiesen zum Eingang des schroffen, bizarr-bunten Tales Kerege-Tasch. Wunderbare und kontrastreiche Aussicht auf den Terskey Alatoo mit seinen Gletschern und die sanften grünen Wiesen in den Tälern. Nach 5 bis 7 km wird das Tal schroffer, wir steigen bis zu seinem Grund hinab und bewegen uns am Fluss entlang. Hin und wieder überqueren wir kleinere Zuflüsse, zweimal auch den Hauptfluss. Wir erreichen den Sary-Moinok-Pass und die serpentinenreiche Asphaltstraße zur Goldmine von Kumtor. Hier erwarten uns unsere Fahrzeuge, um uns hinab ins schöne Barskoon-Tal zu bringen. Wir übernachten am Zusammenfluss der wilden Bergflüsse Barskoon und Dongureme auf einer Höhe von 2800 m.Strecke 21 km plus 4 km mit dem Auto, Gehzeit 8 h, Höhenunterschied -550 m, (insgesamt, mit Auto, -900 m)
31.7. Barskoon-Tal – Dongureme-Pass – Dongureme-Tal
Anstrengendster Tag der Tour. Wir starten im Wald und arbeiten uns eine enge Schlucht ziemlich steil nach oben. Wir müssen den schmalen, aber wasserreichen und schnellfließenden Fluss überqueren und dann weiter nach oben in Richtung Dongureme-Pass steigen. Sehr schöne Ausblicke entschädigen uns für die Anstrengung. Am Pass (3773 m) können wir einen Seitensprung zu einem kleinen Gletscher machen. Wunderbarer Blick auf die „Himmelsberge“. Wir steigen noch ein wenig ab, denn unmittelbar unter dem Pass ist es zu kalt und windig, auch gibt es kein Gras für die Pferde. Das Lager schlagen wir auf einer Höhe von ca. 3500 m auf.Strecke 15 km, Gehzeit 8-10 h, Höhenunterschied +1000 m, -250 m
1.8. Dongureme-Tal – Djuuka-Tal
Wir setzen unsern Abstieg fort bis zum Zusammenfluss von Dongureme and Djuuka. Wieder einmal durchqueren wir einen Fluss. Am anderen Ufer begrüßt uns der Flecken Tschong Tasch (Großer Stein). Der Name ist sehr beredt – viele große und riesengroße Steine liegen hier verstreut. Ein Steingarten – denn auch das Pflanzenleben ist hier unten wieder reicher. An diesem schönen Ort auf 2950 m Höhe errichten wir heute unser Camp.Strecke ca. 10 km, Gehzeit 5 h, Höhenunterschied -700 m
2.8. Erholung oder Tagesausflug zum Djuuka-Pass
Je nach Wetter und Tagesform können wir uns ausruhen oder einen Ausflug zum Djuuka-Pass (3633 m) unternehmen. Drei wunderschöne Seen liegen auf unserem Weg dorthin, ein blauer, ein grüner und ein bräunlicher, gespeist von unterschiedlichen Flüsschen. Von Pass kann man bei gutem Wetter einen vierten See und das Arabel-Plateau erblicken. Abends kehren wir zum Zeltcamp zurück.Strecke ca. 20 km, Gehzeit 10 h, Höhenunterschied +750 m, -750 m
3.8. Djuuka-Tal – Tal Kaschka-Suu
Wir wandern/reiten gemächlich durch das breite, idyllische Djuuka-Tal bis zum Zusammenfluss mit dem Kaschka-Suu, wo wir auf 2500 m Höhe einen guten Platz für unser letztes Camp am Ufer des Djuuka finden. Ein wundervoller Blick zu schneebedeckten Bergen und schroffen Felsen bietet sich uns zum Abschluss der Tour. Der höchste dieser Berge ist der Peak It-Tisch („Hundeschnauze“).Strecke ca. 16 km, Gehzeit 5 h, Höhenunterschied -400 m
4.8. Kaschka-Suu – Tamga
Wir steigen ab zur nächsten Farm, wo uns unsere Fahrzeuge erwarten und uns nach Tamga zurückbringen (70km). Unser Mittagessen nehmen wir schon im Gästehaus ein. Zum Abschluss er Tour können wir uns nachmittags noch ein Bad im Issyk-Kul gönnen und am Strand in der Sonne liegen.Strecke ca. 10 km, Gehzeit 3 h, Höhenunterschied -300 m (-800 m bis Tamga)
5.8. Rückfahrt nach Bischkek oder Möglichkeit zur Verlängerung am See
Wir fahren zurück nach Bischkek. Durch die Boom-Schlucht fahren wir hinab in die fruchtbare Tschuj-Ebene. Wir besuchen das Minarett von Burana, einzigen Überrest der sagenumwobenen Stadt Balasagun aus dem 9-10. Jhd. Abschiedsabendessen in Bischkek. Kurze ÜN in einem komfortablen Gästehaus.
6.8. Flug nach Hause
Zeitig am Morgen nehmen wir Abschied von Kirgistan und fliegen zurück nach Europa.

Reisedetails

Zeitraum 25. Juni bis 9. Juli 2016

Teilnehmerzahl 5 bis 12 Personen

Leistungsumfang

  • Gesamtes Programm wie beschrieben mit allen Transfers, mit Reit- und Packpferden sowie Begleitmannschaft
  • Alle Übernachtungen wie beschrieben (DZ in Bischkek, DZ oder TZ im Gästehaus Tamga, andere ÜN im Zweierzelt)
  • Vollpension (3 reichliche Mahlzeiten, ausreichend Tee und Wasser), Koch während der Trekkingtour
  • Organisation und englischsprechende Reiseleitung durch die mehrfach erprobte Firma Kyrgyzland

Preis ca. 980 Euro bei einer Gruppengröße ab 11 Personen
(bei 9-10 Pers. ca. 1050 €, 7-8 Pers. ca. 1150 €, 6 Pers. ca. 1250, 5 Pers. ca. 1400 €)
zusätzlich 250 € für Reiter

Preisangabe – Stand 20. November 2015
Die Reisepreise unterliegen dem aktuellen Wechselkurs von EUR/USD bei Vertragsschluss.

Nicht im Preis enthalten

  • Internationaler Flug Deutschland – Bischkek – Deutschland (bei rechtzeitiger Buchung bei Pegasus ca. 400 Euro)
  • Reiseversicherung, Unfallversicherung, Auslandskrankenversicherung (empfohlen)
    Schlafsack & Isomatte
  • Getränke außer den oben genannten
    Taschengeld, Trinkgelder
  • Einzelunterbringung
  • Zusatzprogramm vor oder nach der Tour

Augenblicklicher Buchungsstand (25. Mai 2016): 9 Personen, 3 Restplätze vorhanden


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