Wandern und Reiten im mongolischen ALTAJ

Schaut man auf die Karte Asiens, findet man im Herzen dieses riesigen Kontinents den Altaj. Eine Deutung des Namens „Altaj“ ist „goldene Berge“. Nicht nur wegen des Reichtums an Bodenschätzen wurde das sagenumwobene Gebirge im geografischen Zentrum Asiens so genannt. Die spirituelle Ausstrahlung des Altaj und seines hächsten Gipfels, der legendären Bjelucha, mag auch eine Rolle gespielt haben. Das legendäre Königreich Shambhala, gelobtes Land der Buddhisten, wird von manchen hier vermutet.

© aj, Im Nationalpark Tavan Bogd

Der Altaj erstreckt sich über vier Länder: Russland, Kasachstan, China und die Mongolei, und beeindruckt durch seine mannigfaltige Morphologie. Wüsten und Steppen steigen zu seinen Vorbergen an, der westliche Altaj überrascht mit einer durch reichliche Niederschläge hervorgebrachten üppigen Taiga-Vegetation, am trockenen Osthang dominieren weitgehend baumlose, aber nicht minder schöne Landschaften. Über allem thronen einsam die vergletscherten Hauptkämme. Im mongolischen Altaj findet man noch zahlreiche Nomadenfamilien, deren Gers (Jurten, Filzzelte) die Landschaft wie große, leuchtend weiße Blüten schmücken. Große Herden von Yaks, Pferden, Schafen, Ziegen und Kamelen geben der Hochsteppe ein ganz eigenes Gepräge.

© aj, Im Nationalpark Tavan Bogd

Wir wollen auf unserer Tour mit allen Sinnen das Ungewöhnliche der eurasischen Mitte aufnehmen und dabei völlig abschalten vom Zivilisationsstress. Dabei helfen uns die Abgeschiedenheit faszinierender Landschaften, die Gastfreundschaft der hier lebenden kasachischen, tuwinischen und mongolischen Nomaden, eine nette Begleitmannschaft, geduldige Kamele und Pferde.

Die Tagestouren sind so bemessen, dass sie von normal trainierten Personen zu Fuß zurückgelegt werden können. Es stehen Packpferde bzw. Lastkamele zur Verfügung. Sollte jemand erschöpft sein, nehmen die geduldigen Tiere auch mal einen Wanderer auf ihren Rücken.

Reisedetails

Zeitraum: 14. August bis 4. September 2009

© ds, Am Herdfeuer der Nomaden werden wir uns stärken

Anforderungen: gute Kondition für Wanderungen und Ritte von ca. 15-25 Kilometern und über max. 1500 Höhenmeter pro Tag (auch in weglosem Gelände), Offenheit gegenüber anderen (auch spartanischen) Lebensumständen, Neugier und Improvisationslust.

Teilnehmerzahl: 8 bis 14

Organisation und Begleitung: Dagmar Schreiber

Örtliche Reisebegleitung: Canat Tours (Bajan Ölgij, Mongolei)

Für die Tour werden benötigt:

  • Reisepass, der zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist
  • Zelt und Isomatte (können auch ausgeliehen werden), guter Schlafsack (Komforttemperatur mindestens -5°C), Allwetterkleidung (von -5°C bis +25°C) mit gutem Wind- und Regenschutz
  • Kleidung und Ausrüstung laut empfohlener Packliste

Leistungen:

  • gesamtes Reiseprogramm von der Ankunft in Barnaul bis zum Abflug aus Barnaul, incl. aller Transfers,
  • 2 Übernachtungen im **Hotel in Barnaul,
  • 3 Übernachtungen in Ger-Camps, alle anderen ÜN in Zelten,
  • Vollpension (3 Mahlzeiten täglich),
  • Begleitteam (Bergführer, Pferdeführer, 2 Köchinnen),
  • Lasttiere (Pferde, Kamele),
  • Hilfe bei der Flugbuchung und Visabeschaffung
  • deutsche Reisebegleitung

Preis (relative Stabilität des Euro-Dollar-Tugrik-Kursgefüges vorausgesetzt!):

  • Bei 8-9 Teilnehmern 1550 € plus Flug nach Barnaul (ab 700 €) und Visa (ca. 120 €)
  • Bei 10-11 Teilnehmern 1450 € plus Flug nach Barnaul (ab 700 €) und Visa (ca. 120 €)
  • Bei 12-14 Teilnehmern 1400 € plus Flug nach Barnaul (ab 700 €) und Visa (ca. 120 €)

Nicht im Preis enthalten:

  • Auslandskrankenversicherung (z.B. bei Allianz für ca. 10 €),
  • Ausritte (ca. 10 € / Tag),
  • alkoholische Getränke, Taschengeld, Trinkgelder

Achtung: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es zu geringfügigen Verschiebungen beim Reiseverlauf kommen kann. Wir passen uns dem Wetter und der Gelassenheit unserer Gastgeber an – Zwei „Puffertage“ sind für alle Fälle vorgesehen.

Reiseverlauf

Tag Beschreibung

1

Abreise aus Deutschland, Flug über Moskau nach Barnaul

2

Zeitig am Morgen Ankunft in Barnaul

im Russischen Altaj, einer 600.000 Einwohner-Stadt am Fluss Ob. Weiterfahrt auf dem sogenannten Tschujskij Trakt, über Bijsk und Gorno-Altajsk in den russischen Altaj. An unserer Seite fließt meistens die Katun, die an den Gletschern der legendären Bjelucha (4506 m, höchster Berg des Altaj) ihren Anfang nimmt.   
Abendessen in Ak Boom, Übernachtung in der Jurte bzw. im Blockhaus bei Oleg Boltokov in Kuraj, Ortsteil Kyzyl-Tasch. Der Bergsteiger und Naturschützer Oleg ist Telengit, Angehöriger eines uralten Altaj-Volkes.  

3

Weiterfahrt über Kosch Agatsch (spätes Frühstück) in Richtung russisch-mongolische Grenze.

Dort Abholung durch Canat Tours. Nach dem Grenzübertritt Mittagessen, Weiterfahrt nach Bajan Ölgij, Ankunft am späten Nachmittag oder Abend. Abendessen und Konzert im Gebäude von Canat Tours, dann 45 km Fahrt nach Nordwesten nach Sagsaj und „Einchecken“ in die Gers (so heißen die mongolischen Filzzelte) des Blue Wolf Camp. Hier kann es nachts schon ziemlich kühl werden: wir sind auf 1750 m Höhe. Möglichkeit zum Duschen.

4

Ruhetag in Sagsaj.

Möglichkeit, nach Bajan Ölgij zu fahren (Geld tauschen, Einkaufen).

5

Beginn der Reise in den mongolischen Altaj.

Abfahrt in Minivans mit Allradantrieb. Durch das Tal des Flusses Hovd fahren wir ca. 160 km zum Ausgangspunkt unserer Wanderung am Fluss Tsagaan Gol (Weißer Fluss) im Nationalpark Shiveet Hairchan im Altaj-Gebirge. Dieses Gebiet am Berg Shiveet Hairchan Uul (Bemalter Heiliger Berg) ist für die hier lebenden Nomaden heilig, die Jagd ist verboten. 400 Steinböcke leben im Massiv des Berges. Unterwegs sehen wir zahlreiche steinerne Zeugen aus der Bronzezeit und er Epoche der Hunnen: Steinfiguren, Felsgravuren in großer Zahl. Am Zielort treffen wir unsere Begleitmannschaft mit den Lastpferden und -kamelen. Übernachtung in Zelten 

6

Wanderung zum Potanin-Gletscher (16 km)
Kamele begleiten uns auf der Tour zum Basislager am 20 km langen Potanin-Gletscher, der  seinen Anfang in den höchsten Bergen der Mongolei nimmt.  Die fünf Berge Huiten (4374 m), Naran, Ölgii, Burget und Nairamdal bilden hier den Knoten Tavan Bogd („die heiligen Fünf“). Dieses grandiose, schneebedeckte Bergmassiv ist von beeindruckender Erhabenheit. Wir zelten neben der Seitenmoräne des Gletschers. 

© ds, Fortschritt und Tradition: Solarpaneel und Satellitenschüssel vor jeder Jurte!

© ds, Die Kinder freuen sich über jeden Besucher

7

Zum Gletscher des Malchin Uul (4025 m)
Wir bleiben im Basislager und akklimatisieren uns. Möglichkeit des Aufstiegs zum Gletscher des teils schneebedeckten Malchin Uul. Bei gutem Wetter kann man weit in den russischen Altaj hineinblicken.   

8

Zurück zum Shiveet Hairchan Uul
Über eine Hochebene kehren wir zurück zum Berg Shiveet Hairhan, wo wir eine weitere Nacht bleiben. Am anderen Ufer stehen zahlreiche Gers tuwinischer Nomadenfamilien.   

9

Flussabwärts am Tsagaan Gol entlang wandern wir zum heiligen Berg der Tuwa, dem Shiveet Khairkhan Uul. Hier queren wir zu Pferd den Fluss und steigen über einen niedrigen Pass ins Nachbartal des Flusses Kara Airakh. Hier finden wir eine große Ansammlung an Felszeichnungen aus der Epoche der Hunnen (200 Jahre v.u.Z.). Die Verteidigung vor den Hunnen war für den chinesischen Kaiser Oin Shi Huangdi der Grund, die Große Chinesische Mauer bauen zu lassen. Flussaufwärts wandern wir weiter in diesem lieblichen Tal, bis zum Fuß des Berges Tsagaan Hairchan Uul. Unser Lager schlagen wir auf einer Höhe von 2600 m auf.  

10

Überquerung des Massivs Tsagaan Hairchan Uul.  
Morgens 2 bis 3 Stunden Aufstieg zum Pass (3600 m)und Querung der schieferbedeckten Hochebene des Tsagaan Hairchan Uul. Steiler Abstieg ins enge Tal des Flusses Takelbaj. Entlang dieses Flusses wandern wir ca. 3 Stunden bis zur Mündung desselben in den wilden Tsagaan Us Gol, der im Tavan Bogd Massiv entspringt und mit seinem klaren Wasser eine Reihe von schönen Seen speist. Ein Abstieg in dessen wunderschönes breites, bewaldetes Tal schließt diesen anstrengenden, aber schönen Tag ab.  Das Lager schlagen wir unterhalb am Tsagaan Us Gol auf. 

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Ruhetag am Tsagaan Us Gol, Möglichkeit zum Reiten.

Wir bleiben im Lager und unternehmen eine Exkursion zum Tal der Bären. In diesem engen und geschützten Canyon gibt es einen schönen Lärchenwald, eine Seltenheit in dieser ansonsten recht baumlosen Landschaft. Angelfreunde kommen an den zahlreichen kleinen Bergflüsschen in der Umgebung auf ihre Kosten. Möglichkeit zum Ausruhen, Lesen, Wäschewaschen, Reiten flussaufwärts in diesem grandiosen Tal.

© ds, Himmel, Berge, Jurten - der mongolische Altaj

© ds, See auf 2300 m Höhe: Dajan Nuur

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Grüner See

Wir wandern ca. 5 bis 6 Stunden flussabwärts durch das malerische, lärchenbewachsene Tal mit zahlreichen glasklaren kleinen Quellen und Bächen zum Grünen See. Nach einer weiteren Wanderstunde verlässt der Fluss das Gebirge durch eine enge Klamm. Gegenüber der Klamm schlagen wir unser Lager auf, ein großartiges Panorama von Steppe und Gebirge umgibt uns.

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Ruhetag

Möglichkeit des Besteigens der umliegenden Berge, Baden in einer der Schieferwannen, die ein Flüsschen hier aus dem Massiv ausgestrudelt hat. Wir verabschieden uns von unseren Pferde- und Kamelführern. Ab hier wird unser Gepäck gefahren.

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Hoton Nuur / Ikh Turgen Uul

Zwei Tage wandern wir gemächlich und ohne großes Gefälle auf einem recht bequemen Weg durch die Bergsteppe, Am ersten Tag geht es knapp 20 km am Tsagaan Us Gol entlang, bis zu dessen Mündung in den großen See Hoton Nuur. An der Mündung eines weiteren Flusses, des Korymtyk, am Fuße des schneebedeckten Berges Ikh Turgen Uul  (3507 m), nur wenige Kilometer von der Grenze zu China entfernt, schlagen wir unser Lager auf.
Am nächsten Tag wandern wir ca. 16 km am Ufer des Sees Hoton Nuur bis zu einer schönen Halbinsel, wo wir unter Lärchen, an einem flachen Sandstrand, die Zelte aufbauen. Möglichkeit zum Baden.

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Unser letzter Wandertag führt uns ca. 20 km durch die Bergsteppe bis zum Ende des Hoton Nur. Hier, wo der Fluss Hovd den See verlässt, schlagen wir letztmalig unser Lager auf, direkt am Flussufer, unweit der Grenzstation Syrgaal.

Am Vormittag des nächsten Tages werden wir abgeholt und fahren mit Allradbussen am See Syrgaal entlang auf eine Hochebene, von der wir den nächsten großen See, den Hurgan Nuur, und den heiligen Berg Tsengel Hairkhan Uul sehen können. Anschließend fahren wir mehrere Stunden lang durch das felsige Tal des Flusses Hovd nach Tsengel, eine tuwinische Kleinstadt, wo wir im Haus der Bruders des tuwinischen Schriftstellers Galsan Tschinag Filzerzeugnisse kaufen können, die von einem lokalen Selbsthilfeprojekt hergestellt werden. 

Durch das beeindruckende Flusstal des Kharganat Gol fahren wir zurück zum Blue Wolf Gercamp (ca. 100 km). Möglichkeit zum Duschen. Lunch und Übernachtung im Blue Wolf Camp.

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Rückkehr nach Bajan Ölgij

Besichtigung der lokalen Sehenswürdigkeiten: Heimatkundemuseum mit sehr schönen Trachten und einigen ausgestopften Tieren, die Moschee, ein quirliger Basar, ein guter Handwerkerladen (wunderbare Erzeugnisse aus Kamel- und Kaschmirwolle!). Mittagessen bei Canat Tours und Abfahrt nach Russland. Übernachtung unterwegs in Kuraj bei Oleg Boltokov.

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Spät am Abend Ankunft in Barnaul, ÜN im ** Hotel „Lesnyje Dali“

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Tag zur freien Verfügung in Barnaul, wir versuchen, und wieder an die Zivilisation zu gewöhnen, ÜN im ** Hotel „Lesnyje Dali“

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Rückflug nach Deutschland mit Umsteigen in Moskau