Tour Nomad
© aj, Markakol
Kasachstan ist seit Jahrtausenden Heimat nomadisierender Viehhirten. Diese Tradition war zu Sowjetzeiten fast verschwunden, heute lebt sie wieder auf. Die kalte Jahreszeit verbringen die Hirten mit ihren Herden im kystau, einem festen Winterlager. Von Mai bis Oktober ziehen sie mit dem Vieh und ihren Filzzelten (Jurten) dorthin, wo Wasser und fruchtbares Weideland sind. Hier, auf dem zhayljau, ist das wahre, ausgelassene Leben der Kasachen.
Auf dieser Rundreise können Sie einmal selbst die nomadische Lebensweise ausprobieren. Fahren, reiten, wandern, Halt machen, wo es schön ist.
Sie lernen den Altaj und und sein Vorland als „kleinen Kontinent“ kennen: Steppe, Wüste, den breiten Irtysch und den riesigen Zajsan-See, klare Gebirgsflüsse und –seen, märchenhafte Bergtaiga, majestätische vergletscherte Gipfel. Eine Trekkingtour für Naturfreunde, die bewusst auf Hotelkomfort verzichten, um die einzigartige Fauna und Flora unberührter Regionen nicht zu beeinträchtigen. Zelt- und Lagerfeuerromantik, ein Einblick in die Nomadenzivilisation der kasachischen Hirten mit ihren Jurten und Pferdeherden, russische Sauna und selbst geangeltes Abendessen, mythische Orte mit uralter schamanischer Tradition – wer die Schönheiten Ostkasachstans einmal mit eigenen Augen gesehen hat, kommt immer wieder. Aktuelle Reiseberichte hier.
Reisedetails
Dauer: 16 Tage, davon 14 Tage Jeep- und Wandertrekking im Altaj.
Es können auch individuelle Programme von kürzerer oder längerer Dauer zusammengestellt werden

© ds, Seitental der Bjelaja Uba
Termine für Gruppenreisen 2009: 1. bis 17. August, weitere Termine auf Anfrage
Körperliche Anforderungen: ohne Einschränkung – Sie sollten improvisationsfreudig sein und keine hohen Ansprüche an Komfort stellen – es handelt sich um eine echte Abenteuer-Reise!
Teilnehmerzahl: 4 bis 12 (bei 2 bis 3 Zuzahlung von 170 €)
Empfohlene Ausrüstung: Kleidung für warmes und kühles Wetter (von 0°C bis +25°C), Regenmantel und wasserdichte Kleidung, Sonnenbrille und Sonnencreme, Mittel gegen Mücken, Schlafsack - (Packliste wird zugesandt)
Für Angler hohe Gummistiefel, Angelgerät(tauglich für Seen und Bergflüsse)
Wetter: Obwohl im kontinentalen Mittelasien gelegen, ähnelt der Altaj klimatisch den europäischen Gebirgen. Das Wetter ist wechselhaft, es kann plötzliche Regenschauer geben, in den Höhenlagen ist es auch im Sommer kühl. Im Vorland des Gebirges hingegen kann es um diese Jahreszeit ausgesprochen heiß sein.
Preis: 2-3 Teilnehmer: 1800 €, 4-5 Teilnehmer: 1500, ab 6 Teilnehmer: 1300 €
Leistungen:
- 2 ** Hotelübernachtungen in Öskemen
- alle Transfers in Kasachstan (Zug Almaty-Öskemen, Flug Öskemen-Almaty)
- 14 Tage Rundreise, davon 6-7 Etappen per Jeep (100 bis 350 Kilometer), 4-5 Etappen zu Fuß oder zu Pferd (je ca. 20 km), Gepäcktransport auf den Jeepstrecken
- deutsch- oder englischsprachige Reiseleitung
- zwei oder drei Übernachtungen in der Jurte
- zwei Übernachtungen im Blockhaus am Markakol
- übrige Übernachtungen in Zelten (werden auf Wunsch gestellt)
- Vollpension (3 Mahlzeiten am Tag, Tee)
- Hilfestellung bei der Beschaffung von Visum, Flugticket und Auslandskrankenversicherung
Reiseunterlagen (Packliste, Kartenmaterial)
Örtliche Reiseleitung: "Altaj Expeditions", erfahrener Partner aus Ust-Kamenogorsk
Nicht im Preis enthalten:
- Flugticket (je nach Buchungszeitpunkt und Reisewunsch ab ca. 550 €)
- Kasachisches Visum (44 €)
- Verlängerungstage und damit verbundene Transfers in Kasachstan (Zug oder Flug Almaty-Öskemen und zurück)
- Reisekrankenversicherung (ab 10 €)
- Ausleihgebühr für Pack- und Reitpferde (ca. 10 € pro Tag)
Reiseverlauf
| Tag | Beschreibung |
|---|---|
1 |
Abreise aus Deutschland nach Astana |
| 2 | Umsteigen in Astana, vormittags Ankunft in Öskemen, Unterbringung in einem ** Hotel oder Sanatorium, Tag zur freien Verfügung, |
| 3 | Transfer zu den fünf malerischen und sauberen Sibinsker Seen. |
| 4 | Fahrt mit der Kurtschumsker Fähre über den Stausee von Buchtarminsk. Weiter verläuft der Weg durch Wüste und Halbwüste zu einem der ältesten Seen von Asien, dem Zajsan. Wir fahren zur Bucht Tschekelmes, einem einzigartigen Naturwunder am Nordufer des Sees. Hier zelten wir in den bizarren, farbigen Canyons, die durch Schmelzwasser-Erosion aus roten, gelben, weißen und grauen Lehmen gebildet wurden. Baden, Wanderungen in der wunderlich zerschnittenen Landschaft am Ufer des riesigen Wüstensees (100 km lang, 30 km breit). ![]() © hs,Klettern an den Sibinsker Seen ![]() © aj, Kiin Kerisch unweit des Zajsansees |
| 5 | Längste Tagesetappe, Fahrt zum Markakol-See. Die Route folgt eine Weile dem Ufer des Zajsansees - in den wenigen kasachischen Auls scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Auf der Fahrt durch die Wüste in Richtung Asphaltstraße gibt es die Gelegenheit, die Lehmcanyons von Kiin Kerisch zu besichtigen, eine ähnliche Formation wie in der Bucht von Tschekelmes, jedoch größer und noch formenreicher. Ein Asphaltweg führt uns über den Marmorpass zum Altajgebirge. Vom Pass hat man eine phantastische Aussicht auf die Wüste Akkum in China. Unser Ziel ist der Markakol-See, die Perle des Altaj. Unterbringung im Blockhaus im Dorf Urunchajka, auf Wunsch kann auch auf einer idyllischen Birkeninsel gezeltet werden. Erkundung der Umgebung, russische Sauna. ![]() © ds, Einsiedlerhof im westlichen Altaj ![]() © aj, Angler im Altaj |
| 6 | Markakol. Wanderungen oder Ausritte in die Umgebung, Besuch der Bienenweiden, Bootfahren, Baden (für Mutige, der See hat selten mehr als 16°C). Der Hochgebirgssee Markakol (1494 m ü.d.M.) ist der größte und malerischste Gebirgssee in Ostkasachstan. Über 100 Flüsse und Bäche münden in ihn, aus ihm heraus fließt nur ein Fluss, der Kalzhir. Die an ihn angrenzenden Naturschutzgebiete sind ebenso herrlich wie der See selbst: Prachtvolle Taigawälder, klare Bergflüsse und Quellen. Nördlich vom See sieht man das wunderschöne Panorama des Bergrückens Sarimsakti mit den schneebekrönten Bergen Berkutaul (3773 m) und Aksubas (3308 m). Die Tier- und Pflanzenwelt dieser Gegend ist sehr vielfältig. Der See ist berühmt für sein sauberes, glasklares Wasser und seine Fülle an Fisch (Äschen und Uskutsch, eine lokale Forellen-Unterart). Auf Wunsch kann geangelt werden. Im Naturschutzgebiet gibt es Marale (sibirische Riesenhirsche), Bären, Steinböcke, Murmeltiere, Wildschweine, Schwarzstörche, zahlreiche Greifvögel. |
| 8 | Ins Tal der Kara-Kaba. Auf dem „österreichischen Weg“ (wurde 1915 von österreichischen Kriegsgefangenen gebaut) bewegen wir uns zu Fuß oder im Jeep langsam in die Richtung Tarbagataj-Gebirge. Auf dieser wilden Strecke können die Jeeps die Schwierigkeiten der Trasse auf manchen Abschnitten nur im Schritt-Tempo bewältigen. Die Wanderer werden durch malerische Landschaften im Tal des Sorwjonok und der wilden Kara-Kaba belohnt. Wir schlagen das Lager am Flussufer auf. |
| 9 | Fahrt Zum Jasjowoje-See. Der Tag beginnt mit dem Aufstieg auf den Pass Burchat (2141 m). Bei gutem Wetter kann man von hier bereits den höchsten Berg des Altaj und ganz Sibiriens, die glänzende Schönheit Bjelucha, mit ihrem berühmten Doppelgipfel sehen. Die Sichtweite beträgt über 100 Kilometer! Abstieg ins Tal der Buchtarma, Fahrt zum zentralen Massiv des Altaj. Von hier sind es noch 3 Stunden zum klaren Jasjowoje-See, dem Ausgangspunkt unserer nächsten Wanderung, gelegen inmitten malerischer Taigawälder. |
| 10 11 | Wanderung (gegen Aufpreis zu Pferd) zum Wasserfall von Kökköl und zum Fuss der Bjelucha. Das Massiv der Bjelucha (4506 m), gilt sowohl den Anhängern von Gautama Buddha als auch den russischen Altgläubigen als heilig. Hier vermutet man den Mittelpunkt der Welt, einen Ort mit immenser energetischer Ausstrahlung. Alljährlich ist die Bjelucha das Ziel vieler Pilger. © hs, Lager am Kökköl´
![]() © aj, Bjelucha |
| 12 13 | Rückweg zum Jasjowoje-See. Weiterfahrt durch das breite Tal der Buchtarma mit ihren großen Auwäldern zum Majmyr, einem Nebenfluss des Narym, zum gleichnamigen Jurtenlager. Übernachtung in Betten in bequemen Nomaden-Filzzelten. |
| 14 15 | Hier rundet sich die Reise ab. In dieser idyllischen Landschaft am Fuße des Gebirgszuges Sarymsakti können Ausritte und Wanderungen unternommen werden, eine Sauna steht zur Verfügung. |
| 16 | Rückkehr nach Öskemen. Die Fahrt führt entlang der nördlichen Ausläufer des Stausees von Buchtarminsk. Abschiedsabendessen. |
| 17 | Abreise nach Deutschland bzw. Verlängerung (gegen Aufpreis) |
Bitte beachten
In Abhängigkeit vom Wetter kann es geringfügigen Programmänderungen kommen. Der Veranstalter in Kasachstan bittet auch dafür um Verständnis, dass während der Heu-Ernte im Altaj (ab Ende Juli bis Ende August) die Verfügbarkeit der Pferde für große Gruppen eingeschränkt sein kann. Die Pferde werden dann für den Abtransport des einzigen Winterfutters - des Heus - gebraucht.
Die Tour hat sich in dieser Form bereits mehrmals bei deutschen Reisegruppen bewährt. Aber natürlich kann sie in Abhängigkeit von den Wünschen der Reisenden auch variiert werden. Im Angebot ist zum Beispiel eine Verlängerung des Aufenthalts an der Bjelucha mit Bergsteiger-Training am Gletscher.





