»Pamir-Highway mit Umwegen« – August 2018

Rundreise mit überwältigenden Ausblicken in eine grandiose und abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft, erlebter Geschichte und Alltagskultur der Pamirbewohner und vier schönen Tageswanderungen. Wegen großer Nachfrage werden Vorbestellungen schon jetzt entgegengenommen.

Karakol_AbendstimmungDiese Tour für Liebhaber grandioser Hochgebirgslandschaften wird in diesem Zuschnitt einmalig angeboten. Sie führt uns von der heißen tadschikischen Hauptstadt Duschanbe in den legendären Wakhan-Korridor, den schon Marco-Polo durchreist und beschrieben hat, und von hier hinauf auf das „Dach der Welt“, den Pamir. Während wir in der Ebene um Duschanbe und in den tiefen Tälern des Pamir auf sesshafte Tadschiken und Pamiris treffen, begegnen wir hier oben auf den Hochebenen den Pamir-Kirgisen, die noch immer von halbnomadischer Viehzucht leben. Wir werden fasziniert sein von den Überlebenskünsten der Menschen auf 4000 Meter Höhe. Im nördlichen Nachbarland Kirgistan durchqueren wir das von gewaltigen Gebirgsketten gesäumte Pamir-Alaj-Tal und fahren über das schroffe Alaj-Gebirge ins fruchtbare Fergana-Tal. In Osch und Özgön werden wir kurz vom heißen Atem der Seidenstraße gestreift, bevor wir wieder nach Hause fliegen.

Das Komfortniveau der Reise orientiert sich an dem, was man vor Ort jeweils vorfinden kann: Hotels, Privatpensionen in Pamirhäusern und bei kirgisischen Familien, urige Herbergen und Jurten. Die Menschen in den mittelasiatischen Hochgebirgen kompensieren mit ihrer Gastfreundschaft das Fehlen von sanitären Standards, wie wir sie aus unserem europäischen Alltag kennen.

Summa summarum: Ein aufregendes Roadmovie mit Ausblicken und Einblicken, die Sie nie vergessen werden.


Impressionen


Reiseverlauf

Beschreibung
Tag 1  Abflug in Europa (z.B. Turkish Airlines mit Zwischenstopp in Istanbul)
Tag 2 Duschanbe
Zeitige Ankunft in der tadschikischen Hauptstadt, Abholung vom Flughafen, Transfer zum komfortablen Hotel Lotus, Ausschlafen. Kleiner Stadtrundgang auf 800 Meter Höhe bei Temperaturen um 30-35°C mit Besuch des archäologischen Museums und einem Ausflug zur Festung Hissar (45 km). Begrüßungsabendessen. ÜN im ****Hotel
Tag 3  Duschanbe – Kalajkumb
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir gegen 8 Uhr auf und fahren 380 km gen Osten. Am Wachsch, an der riesigen Staumauer von Nurek legen wir eine erste Pause ein und werfen einen langen Blick auf den Stausee. Über die Stadt Kulob und die Hazratischoh-Berge gelangen wir zum tosenden Fluss Pjandsch und fahren dann in der von ihm geschaffenen Schlucht immer fluss- und bergaufwärts bis zum Städtchen Khalajkumb an der Mündung des Kumbob auf knapp 1300 Meter Höhe. Abendessen und ÜN hier in einer Privatpension.
Tag 4  Kalajkumb – Tal des Vandsch
Aufwachen auf einer Terrasse um Ufer des Kumbob. Immer am Pjandsch entlang, mit ständigem Blick auf das afghanische Ufer mit seinen kunstvoll angelegten Terrassenfeldern, fahren wir heute ca. 200 km durch atemberaubende Schluchten bis zur Einmündung des Flusses Vandsch und hier ein Stück flussaufwärts durch das grüne Tal. Abendessen und ÜN in einem Gästehaus im oberen Vandsch-Tal auf ca. 2300 m Höhe.
Tag 5  Wanderung im Tal des Vandsch
Unser Gepäck bleibt im Gästehaus. Wir unternehmen eine kleine Tageswanderung in die Berge mit Ausblick auf das Gebirgsmassiv auf der anderen Talseite. Rückkehr ins Gästehaus, Abendessen und ÜN hier. (Wer nicht wandern möchte, kann das Dorf und seine Umgebung erkunden.)
Tag 6 Vandsch – Khorog 
Es geht den Vandsch flussabwärts zum Pjandsch und abermals in der Schlucht dieses wilden Flusses entlang bis zur Verwaltungshauptstadt des Gebietes Berg-Badachschan, Khorog, auf 2200 Meter Höhe eindrucksvoll an der Mündung des wasserreichen Ghunt in den Pjandsch gelegen. Abendessen und ÜN hier in einem kleinen Hotel.
Tag 7  Khorog – Tal des Shohdara
Besuch des botanischen Gartens von Khorog. Anschließend fahren wir das malerische Tal des Ghunt-Zuflusses Shohdara hinauf. In einem schönen grünen Dorf im mittleren Shohdara-Tal auf ca. 3300 m Höhe beziehen wir unser Quartier in einer freundlichen Privatpension in einem großen traditionellen Pamirhaus.
Tag 8 Wanderung im Tal des Shohdara
Das Gepäck bleibt im Gästehaus. Fahrt talaufwärts durch schroffe Schluchten in Richtung Javschangoz. Fakultative Tageswanderung bis auf ca. 4000 Meter Höhe zum See Durumkul, abends Rückkehr ins Gästehaus, Abendessen und ÜN hier.
Tag 9 Shohdara-Tal – Ischkashim
Wir fahren wieder ins Tal des Pjandsch hinab und folgen dem Fluss weiter ins Innere des gewaltigen Gebirges. Die Ausblicke werden immer grandioser, und am Abend tauchen die 6000er und 7000er des Hindukusch im Süden auf. Drei Tage lang wird uns dieser berauschende Blick ab jetzt begleiten. Abendessen und ÜN in einer netten Touristen-Herberge in Ischkaschim.
Tag 10  Ischkashim – Yamtschun
Wir biegen in den Wakhan-Korridor ein und fahren in diesem breiten Grenztal den ganzen Tag nach Osten ca. 120 km, den Hindukusch zur Rechten, den Pamir zur Linken, winkende Menschen an der Straße. Heute ist der Tag der Pamir-Festungen. Morgens nach dem Verlassen von Ischkaschim besichtigen wir die über 2000 Jahre alte Fluchtburg von Kachkala; abends nach der Ankunft in unserem Gästehaus können wir noch zur berühmten Festung Yamtschun hochfahren und -kraxeln, die auf 3200 m schier unnahbar über dem Wakhan-Korridor thront. Auch sie stammt aus der Zeit kurz vor oder während der Feldzüge Alexanders des Großen. Abendessen und ÜN in einem freundlichen Pamirhaus in Yamg auf ca. 2700 m.
Tag 11  Yamg – Langar
Wir besuchen ein Museum in einem kunstvollen Pamirhaus und erfahren viel über das Leben und die Kultur der Pamiris, anschließend setzen wir unsere Fahrt ca. 80 km durch den Wakhan-Korridor fort. Felswände mit Höhlen und eine buddhistische Stupa erzählen von der Vergangenheit des Tales, in dem heute der moderate Islam der Ismailiten die verbreitete Glaubensform ist. Am Abend dieses wiederum ausblickreichen Tages kommen wir in Langar an, wo der Wakhan und der Pamir zusammenfließen und ab hier den Pjandsch bilden. Ganz hinten am Ende des Wakhan-Tales können wir bei gutem Wetter die vergletscherten 7000er Gipfel des Karakorum erblicken. Das ist schon Pakistan. Fakultative Wanderung zu den Petroglyphen von Langar mit atemberaubenden Ausblick auf den Zusammenfluss von Wakhan und Pamir. Abendessen und ÜN in einer Privatpension in Hisor auf ca. 2800 m Höhe.
Tag 12 Langar – See Bulunkul – Alitschur
Nach dem zeitigen Frühstück verlassen wir den Wakhan-Korridor und schrauben uns am Pamir-Fluss entlang nach oben. Die Ausblicke zurück und nach rechts sind einmal mehr denkwürdig. Unser Fahrer wird viele Fotostopps machen müssen. Wir erreichen das Dach der Welt am Chargusch-Pass (4344 m) und verlassen die 4000er Höhe für die nächsten drei Tage nicht mehr. Zwischenstopp im Dorf Bulunkul am gleichnamigen See, Abendessen und ÜN nach ca. 200 km in einer Privatpension in Alitschur auf 3900 m.
Tag 13 Alitschur – Bazardara – Alitschur 
Das Gepäck bleibt im Gästehaus. Wir fahren und wandern durch ein beeindruckendes Seitental zu den Ruinen der mittelalterlichen Bergarbeiterstadt Bazardara. Auf über 4500 Meter Höhe wurde hier im 15./16. Jahrhundert Silber gefördert. Abendessen und ÜN wieder in Alitchur.
Tag 14 Alitschur – Wildniscamp Zhartygumbez
Wir fahren ins Wildniscamp Zhartygumbez im Dreiländereck Tadschikistan – Afghanistan – China. Hier, weitab von Dörfern und Straßen, haben wir die Chance, die Natur des Pamirs in ihrer Ursprünglichkeit kennenzulernen. Unterbringung einem relativ bequemen Container-Camp, Möglichkeit des Badens in überdachten heißen Quellen. Abendessen und ÜN hier auf ca. 4000 m Höhe.
Tag 15 Wildniscamp Zhartygumbez
Einen ganzen Tag haben wir für Wanderungen im Reich der Marco-Polo-Schafe und Schneeleoparden zur Verfügung. Beobachtungen der riesigen Wildschafe sind nur am ganz zeitigen Morgen wahrscheinlich. Tagsüber kann ein 4600 Meter hoher Berg bestiegen werden. Murmeltiere werden uns dabei zusehen. Abendessen und ÜN wieder im Camp.
Tag 16 Zhartygumbez – Murghab
Auf der weiten Hochebene des Pamir, aus der bizarre bunte Berge emporragen, fahren wir ca. 130 km nach Murghab (3800 m), in den größten Ort auf dem Dach der Welt. Unterwegs haben wir die Möglichkeit der Besichtigung der über 5000 Jahre alten Höhlenmalereien von Schachty. Wir werden im Hotel „Pamir“ untergebracht und haben Gelegenheit, den Staub der letzten Tage bei einer ausgiebigen warmen Dusche von uns abzuspülen. Bei gutem Wetter sehen wir den schneebedeckten Siebentausender Muztagh-Ata, der aus dem nahen China zu uns herübergrüßt.
Tag 17 Ein Tag auf der Hochalm
Wir fahren in ein sehr schönes Seitental und verbringen einen Tag mit Hirten und ihren Tieren auf der Hochalm. Möglichkeit der näheren Bekanntschaft mit Yaks und einer Bergwanderung mit Ausblick zum Muztagh-Ata. ÜN in Jurten.
Tag 18 Jurtencamp – Hochgebirgssee Karakul
Wir verlassen das Camp nach einem späten Frühstück und fahren in Richtung Norden. Heute überfahren wir den höchsten Punkt unserer Tour, den Pass Ak Bajtal mit 4655 m. Wir besichtigen den einzigen noch erhaltenen Grenzposten des russischen Zarenreiches auf dem Pamir und erreichen nachmittags nach ca. 130 km den wunderschönen, bei gutem Wetter azurblauen See Karakul (den die hier lebenden Pamirkirgisen Karaköl nennen) und das an seinem Ufer liegende gleichnamige Dorf, wo wir in einer Jurte oder im Haus einer Privatpension übernachten. Wenn wir Glück haben, dürfen wir der Gastgeberin beim Brotbacken zusehen. Frisches Fladenbrot auf 3960 m Höhe – ein Gedicht!
Tag 19 Wandern oder Faulenzen am Karakul   
Wir bleiben am Karakul. Je nach Wetter und Kondition können wir auf der Halbinsel im riesigen See wandern oder einen technisch einfachen 5000er mit traumhafter Rundsicht besteigen. Bei einer Anfangshöhe von 4000 Meter liegen hier denkbar günstige Voraussetzungen vor, und akklimatisiert sind wir nach den letzten Tagen auch schon. Abendessen und ÜN wieder im Gästehaus.
Tag 20 Karakul – Pass Kyzylart (Grenze) – Sarytasch    
Am See vorbei fahren wir nach Norden, ein letztes Mal über das riesige kahle Schotterplateau des Pamir, mit Blick auf bizarr-bunte, vergletscherte Berge und immer am Grenzzaun zu China entlang. Wir verlassen Tadschikistan über den Kyzylart-Pass in Richtung Nachbarland Kirgistan. An der Grenze müssen wir bestimmt 1-2 Stunden warten, obwohl der Verkehr hier oben annähernd Null ist. Am späten Nachmittag kommen wir nach ca. 100 km im Pamir-Alaj-Tal auf nur noch 3200 Meter Höhe an, hier übernachten wir in einem Gästehaus in Sarytasch, mit Abschiedsblick auf die überragende Bergkette des Tschong Alai (nördlicher Pamir).
Tage 21/22  Sarytasch – Guldzha – Osch 
Nun geht es wieder in warme Gefilde. Wir überqueren die schroffe Alaj-Kette und fahren durch das farbenfrohe Tal des Flusses Guldzha 230 km hinab ins heiße Osch im Fergana-Tal mit seinem Heiligtum Sulejman Too und den quirligen Basaren. Unterwegs legen wir zur Akklimatisation einen Übernachtungsstopp in einem freundlichen privaten Gästehaus in Guldzha ein. Den Tag in Osch nutzen wir zum Herumstreifen an diesem geschichtsträchtigen Ort auf ca. 900 m Höhe. ÜN in Osch im ***Hotel.
Tage 23/24 Seidenstraßenimpression in Özgön

Ein Tagesausflug ins benachbarte Özgön (Uzgen) rundet unsere Reise ab. Wir besichtigen hier steinerne Zeitzeugen aus der Epoche der Karachaniden (12. Jhd.) und den legendären Reismarkt. Natürlich werden wir den hier angebauten roten Reis auch bei einem zünftigen Plow verkosten. Abschiedsabendessen in Osch, früh am nächsten Morgen Heimflug nach Europa, ggf. über Bischkek.


Reiseroute

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Reisedetails

Zeitraum 7. bis 30. August 2016

Teilnehmerzahl 6 oder 9 Personen (wir fahren in 2 oder 3 Geländewagen, die möglichst mit je 3 Personen besetzt sein sollten)

Leistungen

  • Gesamtes Programm wie beschrieben mit allen Transfers (je nach Gruppengröße 2-3 Geländewagen Nissan Patrol /Toyota Landcruiser eines zuverlässigen tadschikischen Veranstalters)
  • Alle Übernachtungen wie beschrieben (Hotels: DZ / Gästehäuser: 2-3 Personen / Jurten: 3-5 Personen / Zelt: 2 Personen)
  • Vollpension (3 reichliche Mahlzeiten, ausreichend Tee und Wasser)
  • Englischsprachiger Guide sowie deutsche Reiseleitung durch Dagmar Schreiber, 20 Jahre Mittelasienerfahrung
  • Unterstützung bei der Flugbuchung und Visabeschaffung

Preis 2600 Euro bei einer Gruppengröße von 9 Personen (6 Personen: 2800 Euro)

Nicht im Preis enthalten

  • Internationaler Flug Europa – Duschanbe / Osch – Europa (bei rechtzeitiger Buchung um 500 Euro)
  • Visum für Tadschikistan – ja nach Beantragungsort 60-80 Euro
  • Getränke außer den oben genannten
  • Taschengeld, Trinkgelder

Augenblicklicher Buchungsstand (21. April 2016): 9 Buchungen – die Tour ist ausgebucht

Um Anmeldung wird gebeten bis 20. Mai 2016


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