»Pamir-Highway mit Umwegen« – 5. bis 26. August 2018

Rundreise mit überwältigenden Ausblicken in eine grandiose und abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft, erlebter Geschichte und Alltagskultur der Pamirbewohner und vier schönen Tageswanderungen.

Blick vom Großen zum Kleinen Pamir

Diese Tour für Liebhaber grandioser Hochgebirgslandschaften wird in diesem Zuschnitt selten angeboten. Sie führt uns von der heißen tadschikischen Hauptstadt Duschanbe in den legendären Wakhan-Korridor, den schon Marco-Polo durchreist und beschrieben hat, und von hier hinauf auf das „Dach der Welt“, den Pamir. Während wir in der Ebene um Duschanbe und in den tiefen Tälern des Pamir auf sesshafte Tadschiken und Pamiris treffen, begegnen wir hier oben auf den Hochebenen den Pamir-Kirgisen, die noch immer von halbnomadischer Viehzucht leben. Wir werden fasziniert sein von den Überlebenskünsten der Menschen auf 4000 Meter Höhe.

Karakul – Seeblick

Im nördlichen Nachbarland Kirgistan durchqueren wir das von gewaltigen Gebirgsketten gesäumte Pamir-Alaj-Tal und fahren über das schroffe Alaj-Gebirge ins fruchtbare Fergana-Tal. In Osch werden wir kurz vom heißen Atem der Seidenstraße gestreift, bevor wir wieder nach Hause fliegen.

Das Komfortniveau der Reise orientiert sich an dem, was man vor Ort jeweils vorfinden kann: Hotels, Privatpensionen in Pamirhäusern und bei kirgisischen Familien, urige Herbergen und Jurten. Die Menschen in den mittelasiatischen Hochgebirgen kompensieren mit ihrer Gastfreundschaft das Fehlen von sanitären Standards, wie wir sie aus unserem europäischen Alltag kennen.

Summa summarum: Ein aufregendes Roadmovie mit Ausblicken und Einblicken, die Sie nie vergessen werden.


Impressionen


Reiseverlauf

Beschreibung
05.08.  Abflug in Europa (z.B. Turkish Airlines mit Zwischenstopp in Istanbul)
06.08. Duschanbe
Zeitige Ankunft in der tadschikischen Hauptstadt, Abholung vom Flughafen, Transfer zum Hotel VATAN, Ausschlafen. Gemütlicher Stadtrundgang auf 800 Meter Höhe bei Temperaturen um 30-35°C mit Besuch des archäologischen Museums. Begrüßungsabendessen. ÜN im Hotel
07.08.  Duschanbe – Kirmanjo
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir gegen 8 Uhr auf und fahren knapp 300 km gen Osten. Am Wachsch, an der riesigen Staumauer von Nurek legen wir eine erste Pause ein und werfen einen langen Blick auf den Stausee. Über die Stadt Kulob, wo wir unser Mittagessen einnehmen, und die Hazratischoh-Berge gelangen wir zum tosenden Fluss Pjandsch, der die Grenze zu Afghanistan bildet. Hier werden wir den Abend und die Nacht in einer Privatpension im Ort Kirmanjo verbringen.
08.08. Kirmanjo –  Khalajkumb 
Morgens zeigt uns unser Gastgeber ein Stückchen seines Naturschutzprojekts zur Erhaltung der Schraubenziegen (Markhor) und Schneeleoparden. Nach dem Mittagessen fahren dann in der von Pjandsch geschaffenen spektakulären Schlucht ca. 100 km flussaufwärts bis zum Städtchen Khalajkumb an der Mündung des Kumbob auf knapp 1300 Meter Höhe. Spaziergang, Abendessen. Übernachtung  im freundlichen Gästehaus der Aga-Khan-Stiftung.
09.08. Kalajkumb – Khorog 
Noch ein Tag am Pjandsch. Wir fahren abermals in der Schlucht dieses wilden Flusses entlang bis zur Verwaltungshauptstadt des Gebietes Berg-Badachschan, Khorog, auf 2200 Meter Höhe eindrucksvoll an der Mündung des wasserreichen Ghunt in den Pjandsch gelegen. Abendessen und ÜN hier in einem kleinen Hotel.
10.08. Khorog – Tal des Schohdara
Besuch des botanischen Gartens von Khorog. Anschließend fahren wir das malerische Tal des Ghunt-Zuflusses Schohdara hinauf. In einem schönen grünen Dorf im mittleren Schohdara-Tal auf ca. 3000 m Höhe beziehen wir unser Quartier in einer freundlichen Privatpension in einem großen traditionellen Pamirhaus inmitten eines Aprikosengartens.
11.08. Wanderung im Tal des Shohdara
Das Gepäck bleibt im Gästehaus. Fahrt talaufwärts durch schroffe Schluchten in Richtung Javshangoz. Fakultative Tageswanderung bis auf ca. 4000 Meter Höhe zum See Durumkul, abends Rückkehr ins Gästehaus, Abendessen und ÜN hier.
12.08. Shohdara-Tal – Ischkaschim
Wir fahren wieder ins Tal des Pjandsch hinab und folgen dem Fluss weiter ins Innere des gewaltigen Gebirges. Die Ausblicke werden immer grandioser, und am Abend tauchen die 6000er und 7000er des Hindukusch im Süden auf. Drei Tage lang wird uns dieser berauschende Blick ab jetzt begleiten. Abendessen und ÜN in einer netten Touristen-Herberge in Ischkaschim.
13.08. Ischkaschim – Yamtschun
Wir biegen in den Wakhan-Korridor ein und fahren in diesem breiten Grenztal den ganzen Tag nach Osten ca. 120 km, den Hindukusch zur Rechten, den Pamir zur Linken, winkende Menschen an der Straße. Heute ist der Tag der Pamir-Festungen. Morgens nach dem Verlassen von Ischkaschim besichtigen wir die über 2000 Jahre alte Fluchtburg von Kachkala; abends nach der Ankunft in unserem Gästehaus können wir noch zur berühmten Festung Yamtschun hochfahren und -kraxeln, die auf 3200 m schier unnahbar über dem Wakhan-Korridor thront. Auch sie stammt aus der Zeit kurz vor oder während der Feldzüge Alexanders des Großen. Abendessen und ÜN in einem freundlichen Pamirhaus in Yamg auf ca. 2700 m.
14.08. Yamg – Hisor
Wir besuchen ein Museum in einem kunstvollen Pamirhaus und erfahren viel über das Leben und die Kultur der Pamiris, anschließend setzen wir unsere Fahrt ca. 80 km durch den Wakhan-Korridor fort. Felswände mit Höhlen und eine buddhistische Stupa erzählen von der Vergangenheit des Tales, in dem heute der moderate Islam der Ismailiten die verbreitete Glaubensform ist. Am Abend dieses wiederum ausblickreichen Tages kommen wir in Hisor an, wo der Wakhan und der Pamir zusammenfließen und ab hier den Pjandsch bilden. Ganz hinten am Ende des Wakhan-Tales können wir bei gutem Wetter die vergletscherten 7000er Gipfel des Karakorum erblicken. Das ist schon Pakistan. Fakultative Wanderung zu den Petroglyphen von Langar mit atemberaubenden Ausblick auf den Zusammenfluss von Wakhan und Pamir. Abendessen und ÜN in einer Privatpension in Hisor auf ca. 2800 m Höhe.
15.08. Hisor Alitschur
Nach dem zeitigen Frühstück verlassen wir den Wakhan-Korridor und schrauben uns am Pamir-Fluss entlang nach oben. Die Ausblicke zurück und nach rechts sind einmal mehr denkwürdig. Unser Fahrer wird viele Fotostopps machen müssen. Wir erreichen das Dach der Welt am Chargusch-Pass (4344 m) und verlassen die Höhen um 4000 Meter für die nächsten sieben Tage nicht mehr. Zwischenstopp im Dorf Bulunkul am gleichnamigen See, Abendessen und ÜN nach ca. 200 km in einer Privatpension in Alitschur auf 3900 m.
16.08. Alichur – Wildniscamp Zhartygumbez
Durch atemberaubend schöne farbige Berglandschaften fahren wir ins Wildniscamp Zhartygumbez im Dreiländereck Tadschikistan – Afghanistan – China. Hier, weitab von Dörfern und Straßen, haben wir die Chance, die Natur des Pamirs in ihrer Ursprünglichkeit kennenzulernen. Unterbringung einem relativ bequemen Container-Camp, Möglichkeit des Badens in überdachten heißen Quellen. Abendessen und ÜN hier auf ca. 4000 m Höhe.
 17.08. Wildniscamp Zhartygumbez
 Einen ganzen Tag haben wir für Wanderungen im Reich der Marco-Polo-Schafe und Schneeleoparden zur Verfügung. Beobachtungen der riesigen Wildschafe sind nur am ganz zeitigen Morgen wahrscheinlich. Tagsüber kann ein 4600 Meter hoher Berg bestiegen werden. Murmeltiere und Schneegeier werden uns dabei zusehen. Abendessen und ÜN wieder im Camp.
 18.08.  Zhartygumbez – Murghab
Auf der weiten Hochebene des Pamir, aus der bizarre bunte Berge emporragen, fahren wir ca. 130 km nach Murghab (3800 m), in den größten Ort auf dem Dach der Welt. Unterwegs haben wir die Möglichkeit der Besichtigung der über 5000 Jahre alten Höhlenmalereien von Shakhty. Wir werden im Hotel „Pamir“ untergebracht. Bei gutem Wetter sehen wir den schneebedeckten Siebentausender Muztagh-Ata, der aus dem nahen China zu uns herübergrüßt.
 19.08. Murghab – Jurtencamp 1 / Ein Tag auf der Hochalm
Wir fahren in ein sehr schönes Seitental und verbringen einen halben Tag mit Hirten und ihren Tieren auf der Hochalm. Möglichkeit der näheren Bekanntschaft mit Yaks und einer Bergwanderung mit Ausblick zum Muztagh-Ata. ÜN in Jurten.
 20.08. Jurtencamp 1 – Jurtencamp 2 / Kamelreiten auf 4000 m
Wir verlassen unser Camp und fahren keine 100 km weiter zu einem anderen, welches direkt an der chinesischen Grenze an einem märchenhaften See gelegen ist. Außer Jaks und Ziegen weiden hier auch Kamele, inzwischen einen Seltenheit in diesen Breiten. Wenn die Kamele nicht weit vom Camp sind, können wir reiten.
 21.08. Jurtencamp – Hochgebirgssee Karakul
Wir verlassen das Camp nach einem späten Frühstück und fahren in Richtung Norden. Heute überfahren wir den höchsten Punkt unserer Tour, den Pass Ak Bajtal mit 4655 m. Wir besichtigen den einzigen noch erhaltenen Grenzposten des russischen Zarenreiches auf dem Pamir und erreichen nachmittags nach ca. 130 km den wunderschönen, bei gutem Wetter azurblauen See Karakul (den die hier lebenden Pamirkirgisen Karaköl nennen) und das an seinem Ufer liegende gleichnamige Dorf, wo wir in einer Privatpension übernachten. Wenn wir Glück haben, dürfen wir der Gastgeberin beim Brotbacken zusehen. Frisches Fladenbrot auf 3960 m Höhe – ein Gedicht!
 22.08. Faulenzen oder 5000er-Besteigung am Karakul   
Wir bleiben am Karakul. Je nach Wetter und Kondition können wir auf der Halbinsel im riesigen See wandern oder einen technisch einfachen 5000er mit traumhafter Rundsicht besteigen. Bei einer Anfangshöhe von 4000 Meter liegen hier denkbar günstige Voraussetzungen vor, und akklimatisiert sind wir nach den letzten Tagen auch schon. Abendessen und ÜN wieder im Gästehaus.
 23.08. Karakul – Pass Kyzylart (Grenze) – Sarytasch
Am See vorbei fahren wir nach Norden, ein letztes Mal über das riesige kahle Schotterplateau des Pamir, mit Blick auf bizarr-bunte, vergletscherte Berge und immer am Grenzzaun zu China entlang. Wir verlassen Tadschikistan über den Kyzylart-Pass in Richtung Nachbarland Kirgistan. An der Grenze müssen wir bestimmt 1-2 Stunden warten, obwohl der Verkehr hier oben annähernd Null ist. Am späten Nachmittag kommen wir nach ca. 100 km im Pamir-Alaj-Tal auf nur noch 3200 Meter Höhe an, hier übernachten wir in einem Gästehaus in Sarytasch, mit Abschiedsblick auf die überragende Bergkette des Tschong Alai (nördlicher Pamir).
 24.08. Sarytasch – Guldzha – Osch 
Nun geht es wieder in warme Gefilde. Wir überqueren die schroffe Alaj-Kette und fahren durch das farbenfrohe Tal des Flusses Guldzha 230 km hinab ins heiße Osch im Fergana-Tal mit seinem Heiligtum Sulejman Too und den quirligen Basaren. Den halben Tag in Osch nutzen wir zum Herumstreifen in dieser bunten Stadt auf ca. 900 m Höhe. Abends besteigen wir den geschichtsträchtigen Sulejman-Too, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Abschiedsabendessen und ÜN in Osch im ***Hotel.
 25./26.08. Heimflug nach Europa bzw. Flug nach Bishkek
Heimflug über Bischkek nach Europa. (2016 konnte man mit Pegasus direkt von Osch fliegen, 2017 gab es diesen Flug dann nicht mehr und der Heimflug erfolgte mit Turkish Airlines von Bishkek. Die Inlandsfluglinie Osch-Bishkek ist akzeptabel.)

Reiseroute

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Reisedetails

Zeitraum 5. bis 26. August 2018

Teilnehmerzahl 6 oder 9 Personen (wir fahren in 2 oder 3 Geländewagen, die möglichst mit je 3 Personen besetzt sein sollten)

Leistungen

  • Gesamtes Programm wie beschrieben mit allen Transfers (je nach Gruppengröße 2-3 Geländewagen Nissan Patrol /Toyota Landcruiser eines zuverlässigen tadschikischen Veranstalters)
  • Alle Übernachtungen wie beschrieben (Hotels: DZ / Gästehäuser: 2-3 Personen / Jurten: 3-5 Personen / Zelt: 2 Personen)
  • Vollpension (3 reichliche Mahlzeiten, ausreichend Tee und Wasser)
  • Englischsprachiger Guide sowie deutsche Reiseleitung durch Dagmar Schreiber, 22 Jahre Mittelasienerfahrung
  • Unterstützung bei der Flugbuchung und Visabeschaffung

Preis 2600 Euro bei einer Gruppengröße von 9 Personen (6 Personen: 2800 Euro)

Nicht im Preis enthalten

  • Internationaler Flug Europa – Duschanbe / Osch – Europa (bei rechtzeitiger Buchung um 500 Euro)
  • Visum für Tadschikistan – ja nach Beantragungsort 60-80 Euro
  • Getränke außer den oben genannten
  • Taschengeld, Trinkgelder

Augenblicklicher Buchungsstand (8. März 2018): 8 Buchungen, 3 Interessenten  – „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“

DIE TOUR IST AUSGEBUCHT.


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